Die Rother Tatzen haben sich letztes Wochenende einmal intensiver mit den Themen Tierwohl, Haltungsformen in der Landwirtschaft und tierschutzkonforme Ernährung beschäftigt. Gemeinsam wurde diskutiert, hinterfragt und viel Neues gelernt.
Nachhaltige Ernährung ist vielen ein Begriff, und auch das Herkunftsland von Obst und Gemüse wird oft beachtet. Aber nachhaltiges Einkaufen hört dort nicht auf – besonders bei tierischen Produkten sind die Haltungsformen entscheidend. Immer öfter werden wir in den Medien mit den Bildern konfrontiert, wie Tiere eingepfercht in engen, verdreckten Ställen gemästet und gequält werden. Manche haben das Sonnenlicht nie gesehen. Dank dieser Aufklärung sehen sehr viele Leute mittlerweile zweimal hin, welches Fleisch sie kaufen.
Doch nun Hand aufs Herz – wisst ihr wirklich, welche Haltungsformen es gibt und was genau dahinter steckt? Die Rother Tatzen haben sich damit beschäftigt:
Es gibt 5 Haltungsformen – und bei jeder gibt es ganz verschiedene Anforderungen, je nach Tierart. Eins ist gar nicht gut für die Tiere, bei der fünften ist das Leben der Tiere schon ganz schön – aber immernoch traurig, dass wir sie dann essen.
Bei den Haltungsformen ist alles ganz genau festgelegt. Und wenn man Fleisch kauft, sind da die sogenannten „Siegel“ drauf. Daran erkennt man dann, wie das Tier gehalten wurde. Aber da gibt es sooo viele verschiedene. Da muss man echt genau hinschau’n!

Genaue Infos zu den Siegel findet man übrigens auf haltungsform.de.
Die fleischlose Ernährung ist aus Sicht des Tierwohls ein besonders konsequenter Weg, da sie ganz ohne die Nutzung von Tieren auskommt und so Leid vermeidet. Bei unserem Treffen haben die Rother Tatzen verschiedene pflanzliche Ersatzprodukte getestet – mit viel Neugier und großer Begeisterung.
Viele waren überrascht, wie gut und vielfältig die Alternativen schmecken. Zum Schluss des „Tastings“ hagelte es Daumen hoch und es blieb vor allem ein Eindruck: Tierfreundliche Ernährung kann nicht nur sinnvoll, sondern auch richtig, richtig lecker sein.
Als persönlicher Tipp von uns im Tierheim Roth möchten wir euch die „Tierschutz genießen“-Bücher des Deutschen Tierschutzbundes sehr ans Herz legen. Wir haben selbst reingeschaut und fanden sie richtig inspirierend – voller alltagstauglicher Ideen, ehrlicher Informationen und vielen Anregungen, wie tierfreundliche Ernährung Schritt für Schritt gelingen kann.
Am Ende bleibt vor allem die Erkenntnis, dass bewusste Entscheidungen beim Einkaufen – ob bei der Wahl der Haltungsform oder bei der Entscheidung für pflanzliche Alternativen – einen echten Unterschied für das Tierwohl machen und jeder kleine Schritt zählt.