Milo ist für einen Rassehund schon relativ lange bei uns im Tierheim und wartet nun auf Menschen, die ihm eine faire zweite Chance geben. Mit seinem Überbiss entspricht er nicht dem klassischen Schönheitsideal und bringt rassetypisch, wie es bei Französischen Bulldoggen leider häufig der Fall ist, einige gesundheitliche Baustellen mit. Diese Rasse gehört zu den sogenannten Qualzuchten, bei denen durch gezielte Zucht auf bestimmte äußerliche Merkmale leider oft gesundheitliche Probleme in Kauf genommen wurden. Aktuell hat Milo zwar noch keine gravierenden Beschwerden, dennoch sollten sich Interessenten bewusst sein, dass im Laufe seines Lebens möglicherweise tierärztliche Behandlungen oder Einschränkungen auf ihn zukommen können.
Charakterlich zeigt sich Milo bei uns als grundsätzlich freundlicher und liebenswerter Hund. Beim Gassigehen ist er in der Regel unkompliziert und genießt die Zeit draußen sehr. Er kann jedoch in seinem Zuhause territorial reagieren, was in seiner vorherigen Familie bereits zu Problemen geführt hat. Deshalb braucht er Menschen, die ihm klare Strukturen geben, souverän mit ihm umgehen und ihm Sicherheit vermitteln können.
Aufgrund seines Verhaltens wird Milo nicht zu Kindern vermittelt. Auch der Besuch einer Hundeschule ist für ihn sehr empfehlenswert, um weiter an seinen Themen zu arbeiten und ihm eine gute Orientierung im Alltag zu geben.
Für Milo suchen wir hundeerfahrene Menschen, die ihn so nehmen, wie er ist, und bereit sind, Verantwortung für einen Hund mit besonderen Anforderungen zu übernehmen. Mit Geduld, Konsequenz und liebevoller Führung kann Milo ein treuer und angenehmer Begleiter werden.
Gerade bei Hunden wie Milo ist uns wichtig, auch über das Thema Qualzucht aufzuklären: Viele der rassetypischen Merkmale, die als „typisch süß“ wahrgenommen werden, gehen leider häufig mit gesundheitlichen Einschränkungen einher – etwa Atemprobleme, Gelenkbelastungen, Hautprobleme oder andere chronische Erkrankungen. Uns liegt am Herzen, dass sich zukünftige Halter bewusst für einen solchen Hund entscheiden und wissen, welche Verantwortung und möglicherweise auch Kosten damit verbunden sind.